Geschichten aus dem Leben einer Marketing-Managerin

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich eine neue Kategorie auf diesem Blog einführen. Diese werdet ihr unter dem Namen „Kolumne“ finden. Diese Kategorie wird dann mit allerlei Kurzgeschichten gefüllt werden. Einige dieser Geschichten stammen aus dem Arbeitsalltag meiner Kollegin und mir. Es passieren die absurdesten Dinge im Alltag einer Marketing Managerin. Ich kann es oftmals selber nicht glauben. Genau aus diesem Grund fingen wir an die Geschichten zu sammeln und nieder zuschreiben.  Diese möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten und werde hin und wieder die ein oder andere hier veröffentlichen.

Vielleicht könnt ihr die komplette Sammlung ja irgendwann in der Buchhandlung eures Vertrauen erwerben. Ich bin jedenfalls gespannt auf eure Meinung. 

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen. 

Eure Beccy

Mittagspausen-Spaziergänge

Seitdem wir in dem neuen Gebäudekomplex (naja eigentlich eher ein großer Bunker auf dem unser Firmenname prangert) unsere Büros eingerichtet haben, gehen wir in unseren Mittagspausen immer ein Ründchen spazieren. Wir brauchen einfach ein wenig Bewegung und der Firmen Bunker steht direkt am Baby-Wald. Ja richtig gelesen, der Ort an dem sich unsere Firma befindet, besitzt einen Baby-Wald. Also ihr denkt nun vielleicht die absurdesten Dinge, wie warum heißt dieser Wald Baby-Wald? Sind dort Babys begraben, oder gar umgebracht worden? Nein! Es ist auch kein Wald im eigentlichen Sinne, bzw. möchte dieser Wald erst einmal ein Wald werden, irgendwann mal, in vielleicht ganz ganz naher Zukunft. Aber warum heißt dieser “Wald” denn nun Baby-Wald?

Es begann alles im Jahr 2014. Die Stadt hat anscheinend zu viel Geld. und zu viele gemeldete Babys, sodass für jedes von ihnen alljährlich ein Baum in dem “Wäldchen” gepflanzt wird. Ein Schild mit all den (meist schönen) Babynamen des jeweiligen Geburtsjahres wird dann ebenso aufgestellt. Aber wie gesagt der “Wald” möchte erst noch ein Wald werden und befindet sich halt noch in seinen Kinderschuhen oder thematisch besser, Babyschühchen.

Zurück zum eigentlichen Thema. Wir gehen in unserer Mittagspause spazieren. Nicht direkt im Baby-Wald, denn das ist irgendwie doch recht strange, aber im benachbarten Feld. 

Während dieser Spaziergänge werden allerlei Themen besprochen. Themen die man im Büro nur über Teams oder WhatsApp besprechen kann, da man es besser laut nicht kund geben sollte. Manchmal werden Lieder ausgetauscht, Männergeschichten besprochen, BH-Käufe diskutiert oder eben nur über das ein oder andere Meeting hergezogen.

Doch neulich passierte folgendes, ihr werdet es mir nicht glauben. Ich glaube es selber noch nicht und habe mehr als einmal hingesehen und es live miterlebt. Davon werde ich sicher noch meinen Enkelkindern erzählen, wenn ich jemals welche bekommen sollte, denn dafür bräuchte ich einen Mann und Kinder (an der Stelle mache ich einmal einen Aufruf: ich, 30, Single, suche Mann für gemeinsame kinderreiche Zukunft). Also meine Kollegin und ich liefen so nebeneinander her und quatschen mal wieder über das ein oder andere Thema. Ich glaube es ging tatsächlich mal wieder um das Thema Babys. Ok ich glaube dieses Kapitel wird sehr babylastig, aber wir sind mittlerweile in einem Alter, in dem die biologische Uhr anfängt verdammt laut und lästig zu ticken und jeder in unserem Umfeld einfach Babys bekommt und dies anhand von Fotos mit der gesamten Welt am teilen ist. Wir sprachen also über die erhaltenen Babyfotos vom Vortag und wie ihr Freund darauf reagierte, als plötzlich ein richtig seltsames Geräusch von hinten zu hören war. Ich drehte mich um. Drehte mich wieder um, denn ich traute meinen Augen nicht. Um sicher zu gehen, dass meine Augen mir keinen Streich spielten flüsterte ich meiner Kollegin zu ”der hat keine Schuhe an” und drehte mich ein drittes mal um. Ich starrte auf einen Mann. Einen Jogger. Einen joggenden Mann. Ohne SCHUHE. Richtig! Ein Mann der ohne Schuhe joggen geht und das im Feld, BARFUß! Ja, ich will euch nicht veräppeln. Er war BARFUß! ich hab dreimal hingesehen, bzw konnte meine Augen nicht von ihm wenden. Als er uns überholte schossen mir gleich mehrere Gedanken durch den Kopf. Ich sprach sie laut aus und teilte sie somit gleich mit meiner Kollegin. A: warum joggt dieser Mensch BARFUß? B: warum ist er so schmal? meinen Gedanken zu Punkt C brauchte ich gar nicht auszusprechen, denn meine Kollegin durchkreuzte auf einmal mit folgender Aussage all meine Gedankengänge: “hast du seinen Arsch gesehen?” Jap, das wäre Punkt C gewesen. Leute ich hab noch nie so einen Hintern gesehen. So wohlgeformt rund, ein richtiger Apfelpo und klein und … andere gehen hart für solch einen Po trainieren. Ich hätte gerne einen solchen Po, aber leider bin ich nicht mit den passenden Genen bestückt worden, und naja Sport ist auch nicht so meins. Ich esse gerne. Gerne und viel. Aber dazu ein anderes Mal mehr. Zurück zu dem Po. Also ich hätte gerne einen solch perfekten Damenpo, wie ihn dieser barfuß joggende Mann hat. Vielleicht sollte ich auch mal barfuß joggen gehen schoss mir durch den Kopf, doch erst frage ich mal Google. Also zurück im Büro, googelte ich zunächst das “Barfuß-Joggen” und befasste mich mit dem Thema, denn mir ging der Mann mit seinem perfekten kleinen Apfelpo nicht mehr aus dem Kopf. Bisher konnten mich die Inhalte aber nicht überzeugen. Ich meine seid ihr mal im Feld spazieren gegangen? Wisst ihr wie die Wege dort beschaffen sind? Ich möchte jedenfalls nicht barfuß dort joggen gehen und mir nachher meine schwarzen Füße betrachten müssen, davon abgesehen, dass ich Füße generell eher abstoßend und irgendwie eklig finde. Ich meine ich gehe noch nicht mal regelmäßig mit Schuhen joggen, also hat sich das Thema mit dem perfekten Apfelpo für mich wohl erledigt. 

Ach ja, es wird auch nie langweilig und ich freu mich schon auf den nächsten Mittagspausen-Spaziergang und dessen skurrilen Begegnungen.

Quelle Beitragsbild: von freepik – de.freepik.com

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